Das Wichtigste in Kürze:
- Entsorgungspflicht: Terpentin muss stets vorschriftsgemäß entsorgt werden – im Hausmüll darf es nie landen.
- Entsorgungsmöglichkeiten: Terpentin kann über die Schadstoffannahmestelle eines Wertstoffhofs oder ein Schadstoffmobil entsorgt werden.
- Gefahren: Terpentin ist leicht entzündlich und die Dämpfe können Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit auslösen.
Was ist Terpentin und wo kommt es vor?
Terpentin ist ein natürliches Lösungsmittel aus dem Harz von Nadelbäumen, vor allem von Kiefern und Lärchen. Aufgrund seiner Eigenschaften ist es ein beliebtes Reinigungsmittel, zum Beispiel für benutzte Pinsel nach dem Malen und Streichen. Aber auch für die Entfernung von Flecken auf Kleidung oder Fußböden kommt es zum Einsatz. Terpentinöl findet aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle darüber hinaus auch in der Medizin Anwendung.
Während das Harz der Bäume selbst als Terpentin bezeichnet wird, ist damit in der Regel eher Terpentinöl oder Terpentinersatz gemeint. Terpentinöl wird durch das Destillieren des Terpentinharzes hergestellt und ist in vielen Farben und Lacken als Lösemittel vorhanden. Terpentinersatz wird wiederum aus Erdöl hergestellt und ist verträglicher für Haut und Augen, weshalb es oft bevorzugt für die Reinigung genutzt wird.
Ist Terpentin giftig?
Trotz seines natürlichen Ursprungs gelten Produkte aus Terpentin als gesundheits- und umweltschädlich. Beim Einatmen von Dämpfen von Terpentin können zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit auftreten. Außerdem gilt es als leicht entzündlich und kann somit schnell zu einer Brandgefahr werden. Aus diesen Gründen wird Terpentin auch als Sondermüll eingestuft. Was das in Bezug auf die Entsorgung von Terpentin bedeutet, erfährst Du im nächsten Abschnitt.
Terpentin entsorgen: so geht’s richtig
Um Terpentin richtig zu entsorgen, darf es niemals im Hausmüll oder im Abfluss landen. Falsch entsorgt könnten gravierende Schäden an Gewässern und im Grundwasser entstehen, sodass die Falschentsorgung mit hohen Bußgeldern verfolgt wird.
Um die Gefahren für Gesundheit und Umwelt sowie die Brandgefahr zu reduzieren, solltest Du Terpentin stets luftdicht verschlossen lagern und beim Umgang damit Handschuhe tragen. Letzteres ist wichtig, um Hautreizungen zu vermeiden. Anschließend kann zu entsorgendes Terpentin zu einem Wertstoffhof mit einer Schadstoffannahmestelle gebracht werden. Dies ist für Privatpersonen in der Regel kostenlos möglich. In einigen Städten wird auch ein Schadstoffmobil angeboten, um die Entsorgung von Sonderabfällen wie Terpentin zu erleichtern.
Darüber hinaus bieten einige Baumärkte und Händler einen Rücknahmeservice an, um altes Terpentin zu entsorgen. Inwiefern dieser freiwillige Service angeboten wird, solltest Du vorab über einen Anruf oder die Website in Erfahrung bringen.